Straße des Glaubens
„Jedes Glaubens sichrer Hort“ heißt es im Siebenbürgenlied. Im Hermannstädter Zentrum reiht sich entlang der „Straße der Ökumene“ eine Kirche an das nächste. Ein Gottesdienst-Marathon durch Hermannstadt.
Von Nancy Waldmann
Glaubensbekenntnis und die ethnische Zugehörigkeit sind in Siebenbürgen oftmals eins. Die Reformierte Kirche vereint die Ungarn, die Evangelisch-Lutherische Kirche die Siebenbürger Sachsen. Viele Roma haben sich der Pfingstbewegung angeschlossen, während die Orthodoxe Kirche die Rolle einer rumänischen Staatskirche einnimmt. Hermannstadt ist bekannt als Ort religiöser Vielfalt und Toleranz. Ein Grund dafür ist das „Toleranzpatent“ des Erzherzogs Joseph II. von 1781. Joseph sicherte allen Minderheiten die Ausübung ihres Glaubens zu und beendete damit die Verfolgungen der Gegenreformation. Heute sind in Hermannstadt mehr als zwölf verschiedene Glaubensgemeinschaften zuhause, die Menschen beten in drei verschiedenen Sprachen.











