Das Siebenbürgenlied
Von Dominik Drutschmann und Lisa Rokahr
Das Siebenbürgenlied wird heute gleich zweifach anders verwendet, als vom Autor gedacht: Ursprünglich schrieb der Verfasser Maximilian Leopold Moltke den Liedtext als Gedicht. Erst durch die Vertonung um 1848 durch Johann Lukas Hedwig wurde das Lied zur Hymne der Siebenbürger Sachsen. Doch eigentlich ist das Siebenbürgenlied ein Lobgesang auf die „bunte Völkerschar“ Rumäniens. Die Verbrüderung der Stämme Rumäniens hätte jedoch einer Übersetzung in die anderen Landessprachen bedurft. Eine rumänische Version gibt es allerdings erst seit dem Jahr 2002, eine ungarische existiert bis heute nicht. Die Siebenbürger Sachsen singen das Lied zudem oft in abgewandelter Form: Während der Originaltext eine Eintracht von allen „Söhnen“ fordert, benutzen die Rumäniendeutschen das Wort „Sachsensöhne“, was andere Völker bewusst ausschließt.



