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Ist Rumänien reif für den Euro?

Im Jahr 2015 soll er kommen, der Euro. Doch ob das realistisch ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Dabei ist die europäische Gemeinschaftswährung längst im rumänischen Alltag angekommen.

Von Tiemo Rink und Undine Zimmer

Ist Rumänien reif für den Euro?

Schon jetzt werden Mieten und Gehälter in Euro gerechnet: Ein Lehrer bekommt beispielsweise als Einstiegsgehalt 180 Euro im Monat, das ist mitunter weniger als eine Studentin mit ihrem Nebenjob verdient. Gerechnet werden die Löhne überall in Euro, ausgezahlt werden sie in Lei. Auch die Preise für ein Bauernhaus in zentraler Dorflage (Angebot für Ausländer: 30.000) oder einen Gaul auf dem Pferdemarkt (für Ausländer: 2000) werden in Euro verhandelt. Ein Glücksspiel ist die europäische Gemeinschaftswährung für Studenten: Sinkt der Kurs, haben sie Glück. Steigt er, dann müssen sie mehr bezahlen, denn die durchschnittlich 100 Euro für ein kleines Zimmer lassen sich nicht verhandeln.

Sein Gespartes legt der Rumäne in einer – im Vergleich zum rumänischen Lei – stabilen Währung wie Euro oder Dollar an. Das zeigt auch ein rumänischer Witz: Was macht ein Rumäne, wenn er keine Lei mehr hat? Er wechselt 100 Euro.

Aber wie denken die Rumänen in Stadt und Land über den Euro? Und wie begrüßen die Deutschen die Rumänen in der Währungsunion? Wir haben  nachgefragt.